Donohue, John: Cutting and Binding:Motion and Meaning in Transplanted Martial Systems

Abstract

Modern Japanese martial ways (gendai budo) have evolved to serve multiple functions. While they take their inspiration from fighting systems, they have been adapted for civilian use and modified for practical as well as more esoteric reasons. In the first place, budo have been modified so that their practice and application is relatively safe. In many cases, they have also added a competitive and sporting dimension that serves to demonstrate skill and appeals to the competitive urge in people. But they have also evolved to stress practice as a means to a philosophical end – hence the label of martial ways (budo) that joins purely physical technique to ideology. A blend of Confucian, Shinto and Buddhist thought, the ideologies underlying gendai budo enmesh trainees in systems designed to develop both skill and insight. This paper focuses on an examination of the action and embedded meanings in the modern form of Japanese fencing known as kendo as practiced in the United States. The discussion asserts that the “thick experience” of participation in kendo training is one that provides participants with symbolic, ritual, and experiential stimuli that have import in terms of the construction and understanding of personal and collective identity. The resulting blend of physical and mental focus, ritual action and symbolic meaning provides the potential for a “flow” experience of optimal psycho-physiological engagement that has significant potential for therapeutic use.

Keywords: budo, gendai budo, martial ways, kendo, ritual, symbolism, function, flow experience

Zusammenfassung

Die modernen japanischen Kampfkünste (gendai budo) haben sich so entwickelt, dass sie mehrere Funktionen erfüllen. Während sie von Kampfsystemen inspiriert sind, wurden sie für den zivilen Gebrauch angepasst und sowohl aus praktischen als auch aus eher esoterischen Gründen verändert. In erster Linie wurde Budo so modifiziert, dass seine Ausübung und Anwendung relativ sicher sind. In vielen Fällen wurde auch eine wettkampforientierte und sportliche Dimension hinzugefügt, in denen skills gezeigt werden können und die Wettbewerbsbedürfnissen der Menschen Rechnung tragen. Aber sie haben sich auch dahingehend entwickelt, dass sie das Üben als Mittel zu einem philosophischen Zweck betonen – daher die Bezeichnung Kampfkunst als Weg (Budo), die die rein physische Technik mit der Ideologie verbindet. Die Ideologien, die dem Gendai-Budo zugrunde liegen, sind eine Mischung aus konfuzianischem, shintoistischem und buddhistischem Gedankengut und verwickeln die Auszubildenden in Systeme, die sowohl Fertigkeiten als auch Einsichten entwickeln sollen. Dieser Beitrag konzentriert sich auf eine Untersuchung der Handlungen und eingebetteten Bedeutungen in der modernen Form des japanischen Fechtens, bekannt als Kendo, wie es in den Vereinigten Staaten praktiziert wird. Die Diskussion geht davon aus, dass die „dichte Erfahrung“ der Teilnahme am Kendo-Training den Teilnehmern symbolische, rituelle und erfahrungsbezogene Stimuli bietet, die für die Konstruktion und das Verständnis der persönlichen und kollektiven Identität von Bedeutung sind. Die sich daraus ergebende Mischung aus körperlicher und geistiger Konzentration, ritueller Handlung und symbolischer Bedeutung bietet das Potenzial für eine „Flow“-Erfahrung mit optimalem psycho-physiologischem Engagement, das ein erhebliches Potenzial für therapeutische Zwecke hat.

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